diese Vorzüge vereint der Baum. Spätestens die letzten Sommer dürften gezeigt haben, dass die kühlende Wirkung durch den Verdunstungseffekt der Blätter, der Schattenwurf und die Staub- und Stickoxidfilterleistung für unsere Lebensqualität in der Stadt unabdingbar sind.
In den letzten Jahren traten durch Fällungen – oft wegen Krankheiten oder Trockenschäden – immer mehr Lücken im städtischen Baumbestand auf, deren Schließung nicht unmittelbar in Angriff genommen wurde.
Diverse Bebauungen auf städtischem Grund und dem damit leider oft zwangsläufig verbundenen Fällen von Bäumen machen Neupflanzungen an anderer Stelle unumgänglich, will man einer weiteren Erhitzung unseres Lebensraums und einem weiteren Rückgang der Biodiversität nicht tatenlos zusehen. Darum ist es sehr erfreulicher, dass das Klimabündnis mit dem Stadtbauamt, dem Bauhof und der Stadtgärtnerei, diese entscheidende Aufgabe der Baumpflanzungen für Rothenburg unterstütz. Dieser Zusammenarbeit ist es zu verdanken, dass die mit der Stadt abgesprochenen Baumpflanzungen an diversen Stellen im Stadtgebiet nun seit Oktober im Gange sind.
Durch das Engagement von Roland Hertlein, ebenfalls Mitglied im Klimabündnis, und seinem Verein Hundertprozent e.V. konnte die Finanzierung der oft kostspieligen Jungbäume abgedeckt werden. Die Stadtgärtnerei wiederum ist für die Vorbereitung der Pflanzlöcher und die danach anfallende Baumpflege zuständig. Im Heckenacker, sowie an der Waschstraße und an der Nördlinger Straße wurden die ersten Bäume bereits gesetzt. Weitere Pflanzungen, beispielsweise in der Athis-Mons- Anlage sollen in den frostfreien Wintermonaten, der idealen Baumpflanzzeit, folgen. Bei der Baumauswahl wurden vor allem robuste und in Hinblick auf die Klimaerwärmung möglichst hitzeresistente Sorten ausgesucht, mit einem gesunden Wurzelwerk damit die Bäume auch eine Chance zum Wachsen haben. Angedacht ist zudem eine Streuobstwiese an der Nördlinger Straße, mit der Idee „essbare Stadt“ einem Herzensprojekt des Klimabündnisses. Der Schulweg soll von heimischen Obstbäumen gesäumt werden, an denen sich die Kinder bedienen können. Die ersten Apfel-, Zwetschgen- und Kirschbäume sind gepflanzt.
Die Aufgabe des Erhalts und Ausbaus des städtischen Grüns ist eine Riesige, denn das Leben unserer Stadtbäume ist, selbst wenn man den Stress durch den Klimawandel nicht mit einbezieht, kein Leichtes. Das urbane Umfeld bietet denkbar schlechte Lebensbedingungen. Stark verdichtete Böden, Versorgungsleitungen und der Unterbau der städtischen Infrastruktur machen es dem Wurzelwerk äußerst schwer, sich zu entfalten. Unzureichende Versorgung mit Sauerstoff, Nährstoffen und Wasser durch oftmals zu kleine oder verdichtete Baumscheiben tun ihr Übriges, da sind die Einwirkung von Streusalz, Hundeexkrementen oder Müll noch nicht mal mit eingerechnet.
Nicht alle Neuanpflanzungen an der Nördlinger Straße haben überlebt, auch mit Bewässerungssäcken die Herr Walluhn von der Stadtgärtnerei unterstützend um die Obstbäume setzte haben es die Bäume schwer. Die Stadt ist auf Mitstreiter angewiesen. Jeder Bürger ist dringend aufgerufen, unsere grüne Stadtlunge am Leben zu erhalten und im besten Fall zu erweitern. Dazu gehören das in den heißen Monaten dringend benötigte Notgießen der trockengestressten Bäume. Was jeder in seiner unmittelbarer Wohnortnähe übernehmen kann.
Zusätzlich können Baumpatenschaften übernommen werden oder sogar eigene Baumpflanzungen auf städtischem Grund in Absprache gespendet werden. Eine Infobroschüre zu Baumpatenschaften ist vom Klimabündnis in Arbeit.
Wenn von Anfang an auf gute Bedingungen und Schutz für Neuanpflanzungen geachtet wird und sie mindestens die ersten zwei Jahre immer gut gegossen werden, brauchen die Bäume weniger Pflege und leben länger. Da hilft jeder Eimer Wasser, den Anwohner an heißen Tagen spendieren, heranzuwachsen.
„Wenn ich wüsste, dass die Welt morgen untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ – auch wenn dieses Zitat wohl doch nicht von Luther stammt, wie fälschlicherweise behauptet wird, so ist es dennoch ein hoffnungsvoller Wegweiser in diesen extremen und trockenen Zeiten.
Für weitere Informationen zu Baumpatenschaften und -spenden wenden Sie sich bitte an das Klimabündnis Camilla Ebert 09861 8379 –27
E.K.
Naturschutz ist Klimaschutz
ein Teil davon ist der Nutzen allen Schnittgutes – Permakultur
Bürgerdialog am 3. März 2023
Gasthof „zum Ochsen“ in Rothenburg o.d.T
19.oo Uhr Vortrag
„Klimaneutralität praktisch umgesetzt“ Alexander Horn, Projektmanager Stadtwerke Stuttgart
„Dekarboniesierungsstrategie der Stadt Feuchtwangen“ Kurzvortrag, Dr. Rainer Saliger
ca. 19.45 Uhr Austausch
„wo stehen wir in der Region Rothenburg“
18.30 Uhr am Marktplatz in Rothenburg o.d.T.
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19.30 Uhr, Das Klimabündnis Rothenburg lädt ein
in den Saal des Gasthofs „Zum Ochsen“.
Baumwurzelbewegung
Das Thema Aufforstung wird nicht nur angesichts des Klimawandels heiß diskutiert. Auch der Landwirtschaft könnte sie helfen, denn mit den wieder wachsenden Bäumen gesunden auch die Ackerböden. Wie das geht, zeigt Tony Rinaudo auf dem afrikanischen Kontinent seit Jahrzehnten, was Volker Schlöndorff auf ihn aufmerksam machte. Der deutsche Oscarpreisträger hat einen Dokumentarfilm über den australischen Baumflüsterer gedreht.
„Es hieß, er ließe ganze Wälder wachsen, ohne einen einzigen Baum zu pflanzen“, lässt Schlöndorff sein Publikum aus dem Off wissen. Bis es so weit war, musste bei Tony Rinaudo allerdings erst ein Lernprozess einsetzen. Als der Agrarwissenschaftler 1981 in den Niger kam, bekämpfte er die durch Rodungen verödeten Böden konventionell: Er pflanzte neue Bäume. Doch die Setzlinge gingen ein, und die Bauern zeigten keinerlei Interesse an Rinaudos Bemühungen. Dann machte er eine Entdeckung.
rettet unsere Stadtbäum
gemeinschaftlich Stadtbäume wässer
der Bund Naturschutz und das Klimabündnis rufen auf zum
Stadtbäume spenden Schatten, lassen die Umgebungstemperatur spürbar sinken und filtern Verschmutzung aus der Luft. Die vergangenen Sommer haben den Bäumen stark zugesetzt. Werden sie gegossen, kann man den Hitzestress abmildern
Der BUND empfiehlt, Straßenbäume einmal pro Woche mit 8 bis 10 Eimern Wasser zu gießen. Jeden Tag ein wenig Wasser bringt den Bäumen dagegen wenig, auch wenn es gut gemeint ist. Ähnlich wie bei einem Regenschauer kommen die kleinen Wassermengen nämlich nicht bei den Wurzeln an. Wenn der Baum ständig im Wasser steht, erhöht das außerdem das Risiko von Pilzen. Daher gilt beim Gießen: seltener, dafür aber umso mehr.
Nicht zu nah am Stamm wässern
Ähnlich wie die Zweige in der Baumkrone breiten sich auch die Wurzeln unter der Erde weitläufig aus. Die Bäume direkt am Stamm zu gießen, ist deswegen wenig effektiv. „Die Bäume sollten unter der Baumkrone, aber mit etwas Abstand zum Stamm gegossen werden“, empfiehlt Hönig. Anders ist es bei jungen Bäumen. Diese werden mit einer relativ kleinen Wurzel eingepflanzt und können das Wasser deswegen nur nah am Stamm aufnehmen.
Weil die Erde um die Straßenbäume herum verdichtet ist, sollte das Wasser außerdem nicht auf einmal vergossen werden. Ein Eimer Wasser lockert die Erde erst einmal auf. Danach kann das restliche Wasser besser einsickern und kommt dort an, wo es hin soll: an den Wurzeln.
wusstet ihr schon
manche Bäume haben eine Drainage, einfach in den gelben Schlauch gießen und es erreicht die Wurzeln.